Alois Karl Bundestagsabgeordneter für Amberg-Sulzbach-Neumarkt


Alois Karl empfiehlt bei seiner Rede im Deutschen Bundestag grünes Licht zu geben damit Irland vorzeitig Kredite tilgen kann.

Der Deutscher Bundestag stimmt einer vorzeitigen Schuldenrückzahlung von 18,3 Milliarden Euro durch Irland zu

Berlin. „Ich habe bei meiner Rede im Deutschen Bundestag empfohlen, Irland die Möglichkeit zu geben, von seinen hohen Verpflichtungen aus den Rettungsschirmen teilweise freizukommen, durch vorzeitige Rückzahlung von 18,3 Milliarden Euro.

Irland selbst ist wirtschaftlich auf einem außerordentlich guten Weg und hat selbst darum gebeten, vorzeitig Schulden zurück zu bezahlen. Durch vorzeitige Rückzahlung von 18,3 Milliarden Euro an den Internationalen Währungsfonds (IWF) erspart sich Irland Zinszahlungen in Höhe von 2,1 Milliarden Euro. Irlands Verschuldensquote wird damit gesenkt, die Schuldentragfähigkeit des Landes wird deutlich verbessert.

Vor wenigen Jahren hatte Irland im Zuge der Finanzmarktkrise über verschiedene Rettungsprogramme 67,5 Milliarden Euro erhalten, jetzt ist Irland schon wieder in der Lage, einen Teil dieses Geldes – nämlich 18,3 Milliarden Euro – zurück zu bezahlen. Damit gibt Irland ein gutes Signal an andere Krisenländer, dass man durch einschneidende Reformen im eigenen Land wieder auf einen positiven Wachstumspfad gelangen kann. Es war für Irland ein steiniger Weg, der aber mit großer Konsequenz beschritten worden ist“ führte Alois Karl, MdB, im Deutschen Bundestag aus.

In der Debatte wurde deutlich, dass die Redner aller Fraktionen des Bundestages – mit Ausnahme der Linken -  diese Einschätzung von Alois Karl teilten. Der Beschluss wurde dann auch ohne Gegenstimmen gefasst: Irland kann sich durch vorzeitige Rückzahlung von 18,3 Milliarden Euro an den Internationalen Währungsfonds teilweise entschulden, die Schuldentragfähigkeit des Inselstaates wird damit deutlich verbessert

 

Zum Hintergrund: 2010 wurde für Irland ein Rettungsprogramm im Gesamtvolumen von 85 Milliarden Euro aufgelegt. Daran ist neben zwei europäischen Rettungsschirmen auch der Internationale Währungsfonds mit 22,5 Milliarden Euro beteiligt. 

Nach einem konsequenten Sanierungsprogramm in Irland selbst ist das Land wieder auf dem Weg der wirtschaftlichen Besserung. Irlands Wirtschaft wird in diesem Jahr die höchsten Wachstumsraten in ganz Europa haben! Diese Verbesserung der Lage ermöglicht es Irland, 18,3 Milliarden Euro vorzeitig an den Internationalen Währungsfonds zurück zu bezahlen.