Alois Karl Bundestagsabgeordneter für Amberg-Sulzbach-Neumarkt


Alois Karl: Im Bundeshalt sind 60.000 Euro an Fördermittel für Gluck on Tour vorgesehen

Bürgermeister Eisenreich und Gluck-Freundeskreis freuen sich über frohe Botschaft aus Berlin

Erasbach. Mit guten Nachrichten im Gepäck traf sich der Wahlkreisabgeordnete für Amberg-Sulzbach-Neumarkt Alois Karl, MdB, mit Berchings Bürgermeister Ludwig Eisenreich und dem Freundeskreis Christoph Willibald Gluck in Ersabach vor dem Gluckdenkmal. Nach rund eineinhalbjähriger Vorarbeit hat vor kurzem der Haushaltsausschuss des Bundestages zugestimmt, dass für das Projekt Gluck on Tour 60.000 Euro im Bundeshaushalt 2014 eingeplant werden.

Nach einer kurzen Begrüßung hielt Bundestagsabgeordneter Alois Karl kurze Rückschau auf die Entstehung des Antrag. Begonnen hatte es bei einem Besuch des damaligen Staatsministers Bernd Neumann im Wahlkreis. Auf Anregung von Alois Karl besuchte er auch Plankstetten. Bürgermeister Ludwig Eisenreich und Rudolf Eineder von der Internationalen Gluckgesellschaft nutzten die Chance, den hochrangigen Besucher auf das Gluckjubiläumsjahr hinzuweisen und um Unterstützung zu bitten. Bernd Neumann sagte eine wohlwollende Prüfung zu. Nach intensiven Gesprächen und Verhandlungen konnte vor wenigen Tagen in der Bereinigungssitzung noch der Haushaltsansatz für kulturelle Einzelprojekte aufgestockt werden und eine Förderung von Gluck on Tour verankert werden. „Ich wünsche an dieser Stelle zunächst Rudolf Eineder beste Genesung von den Folgen seines Radunfalls. Ich hoffe, dass diese gute Nachricht seinen Heilungsprozess nachhaltig beschleunigt“, sagte Alois Karl.

Anschließend erläuterte die Vorsitzendes des Freundeskreises Christoph Willibald Gluck e.V. Ursula Lindl das Projekt, das vom Verein getragen wird. Die ersten Überlegungen für „Gluck on Tour“ habe es bereits vor drei Jahren gegeben. Wichtig sei dem Verein gewesen, dass das Gluck-Jubiläum auch durch etwas bereichert werde, was über das Jubiläumsjahr hinaus Bestand habe. „Wir wollten gezielt den Tourismus mit einem Gluckbezug stärken. Und wir wollten die Region noch besser einbinden und haben uns deshalb zum Ziel gesetzt am bestehenden Gluck-Wanderweg von Erasbach nach Weidenwang Berching mit dem Gluckmuseum, Plankstetten mit seinem Bezug zu Gluck und Freystadt mit seinen Verbindungen zu Komponisten anzubinden“, berichtete Ursula Lindl. „Zugleich wollen wir den Wanderweg neu konzipieren und multimedial hinterlegen. Neue Informationstafeln sollen aufgestellt werden. Diese werden durch geeignete webbasierte Angebote mit QR-Codes und speziell auf Zielgruppen zugeschnittene, mehrsprachige Audioangebote ergänzt werden. Wir sind glücklich, dass wir nun mit der Umsetzung unseres nachhaltigen Projektes starten können.“

Bürgermeister Ludwig Eisenreich dankte Alois Karl für die spürbare Unterstützung. Es sei wichtig, dass mit ihm ein Abgeordneter den Wahlkreis in Berlin vertrete, der stets für die Anliegen der Region ein offenes Ohr habe und dafür nachdrücklich eintrete. Für ihn sei die heutige Botschaft ein freudiges Ereignis an der Geburtsstätte in Erasbach, da man in der Region noch mehr an Gluck erinnern könne. Und es sei ein guter Ansatz noch mehr Kultur-Touristen für einen Besuch in der schönen Heimat Glucks zu überzeugen.

Alois Karl wies darauf hin, dass Christoph Willibald Gluck schließlich ein bedeutender Komponist und Opernreformer gewesen sei: „Nicht jeder bei uns weiß dies richtig einzuschätzen. Aber nur durch die Bedeutung Glucks in der Musikgeschichte konnten wir das Jubiläum als Ereignis von nationales Bedeutung darstellen. Und das war die Voraussetzung dafür, dass der Bund ein Projekt überhaupt konkret unter­stützen kann“, betonte Alois Karl. „Auch wenn es angesichts der Vielzahl von sinnvollen Ausgabewünschen nicht einfach ist: Die Pflege unserer Kultur und Geschichte muss uns was wert sein.“

Ursula Lindl stellt noch einmal die Bedeutung Glucks für den Kulturtourismus heraus. Schließlich gebe es nicht viele Gemeinden, die mit einem international renommierten Komponisten für eine Kulturbesuch werben könnten.