Alois Karl Bundestagsabgeordneter für Amberg-Sulzbach-Neumarkt


Alois Karl setzt sich für Wiederanerkennung von Schach als Leistungssport ein

CSU-Bundestagsabgeordneter hat Bundesinnenminister de Maizière um erneute Überprüfung der Förderfähigkeit von Schach gebeten – Maßgabebeschluss des Haushaltsausschusses zur Verteilung von Bundesmittel über den DOSB gefasst

Berlin. Vor wenigen Wochen hat das Bundesinnenministerium (BMI) bekannt gegeben, dass es Schach künftig nicht mehr als Leistungssport anerkennen will, da beim Denksport die erforderliche eigenmotorische Aktivität nicht vorliegen würde. Der Bundestagsabgeordnete für Amberg-Sulzbach-Neumarkt, Alois Karl, MdB, hat dies zum Anlass genommen sich mit einem Brief an Bundesinnenminister Thomas de Maizière zu wenden. In diesem Schreiben bittet der Bundestagsabgeordnete Alois Karl den Minister, dass er eine Überprüfung der Entscheidung seines Hauses veranlasst. Als Mitglied des Haushaltsausschusses hat er zudem aktiv dazu beigetragen, dass der Deutsche Schachbund auch weiterhin Mittel vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) erhält.

„Bis 2013 wurde Schach als Leistungssport durch das Bundesinnenministerium gefördert. Es hat sich in den letzten Jahren sowohl beim Schach als Leistungssport, als auch bei den Vorgaben für das Leistungssportprogramm des Bundesinnenministerium keine grundlegende Änderung ergeben. Daher kann ich nicht erkennen, warum Schach mit der Begründung des Fehlens der erforderlichen eigenmotorische Aktivität durch das Bundesinnenministerium nicht mehr als förderfähiger Leistungssport für 2014-2017 anerkannt wird. Dies habe ich Minister de Maizière in meinem Schreiben dargelegt“, berichtet Alois Karl. „Zudem habe ich ihn darauf hingewiesen, dass Schach eine der ganz wenigen Sportarten ist, bei denen seit vielen Jahren Inklusion von körperlich gehandicapten Spielern vorbildlich funktioniert. Hier müssen keine gesonderten Leitungsklassen gebildet werden, sondern wird der Sport gemeinsam betrieben. Deshalb wäre es kein gutes Signal, wenn das Bundesinnenministerium an seiner Einschätzung festhalten würde. Auch das habe ich dem Minister geschrieben und ihn gebeten, dass er eine Überprüfung dieser Entscheidung seines Hauses veranlasst.“

„Zugleich haben wir im Haushaltsausschusses einen sog. Maßgabebeschluss für die Mittel gefasst, die der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) aus dem Bundeshaushalt erhält“, berichtet Alois Karl, der dem Haushaltsausschuss angehört. „Damit wird der DOSB angehalten, diese Mittel für den Leistungssport in der gleichen Weise an die einzelnen Mitgliedsverbände zu verteilen, wie es bislang der Fall war. Da der Deutsche Schachbund bislang zu den Empfängern gehört hat, wird er von der Umsetzung dieses Maßgabebeschlusses profitieren.“