Alois Karl Bundestagsabgeordneter für Amberg-Sulzbach-Neumarkt


Bundestagsabgeordneter Alois Karl spricht mit Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen über den Bundeswehrstandort Amberg


Berlin. Zu einem Gespräch über die Zukunft des Bundeswehrstandorts Amberg trafen sich Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen und Bundestagsabgeordneter Alois Karl. Um dieses Treffen im Berliner Reichstagsgebäude hatte Alois Karl gebeten. Die ebenfalls mit eingeladene Bundestags-Listenabgeordnete Barbara Lanzinger konnte aus gesundheitlichen Gründen nicht teilnehmen.

„Ich bitte Sie eindringlich, nochmals überprüfen zu lassen, ob es für die Bundeswehr nicht kostengünstiger ist die Panzerbrigade 12 mit ihren bisherigen Einheiten in der Amberger Leopoldkaserne zu belassen“, führte der Abgeordnete in das Gespräch ein. „Amberg hat in den letzten Jahren alle militärischen Einrichtungen verloren, die Kosten für eine Verlegung sind immens hoch. Zudem spricht für Amberg, dass es hier sehr gute Angebote für die Kinderbetreuung und ein intaktes soziales Umfeld gibt. Gerade dies ist im Sinne der von der Ihnen als Bundesministerin propagierten Familienfreundlichkeit“, machte Bundestagsabgeordneter Alois Karl deutlich.

„Wir werden sicher keine grundlegende Reform der beschlossenen Bundeswehrreform machen“, entgegnete die Verteidigungsministerin. „Dennoch will ich gerne Ihre Argumente, die Sie mir heute erneut und sehr nachdrücklich vortragen, auch prüfen lassen“, versprach Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen dem Direktabgeordneten für Amberg-Sulzbach-Neumarkt. Die Bundeswehr befände sich gerade in einer sehr schwierigen Phase der Umsetzung. Es sei nicht möglich, eine einzelne Standortentscheidung isoliert zu revidieren. Dies würde sonst eine Vielzahl weiterer Veränderungen nach sich ziehen. Der Erfolg der Bundeswehrreform würde insgesamt Schaden leiden.

„Sollte diese erneute Prüfung die Notwendigkeit einer Verlegung nach Cham bestätigen, so setze ich darauf, dass sich das Bundesverteidigungsministerium aktiv einbringt, um die Belastungen für Amberg möglichst gering zu halten. Dabei denke ich an mögliche Ersatzstellen für Amberg in anderen Organisationseinheiten. Auch bei einer möglicherweise erforderlichen Konversion des Geländes der Leopoldkaserne kann sich das Verteidigungsministerium sehr positiv für Amberger Interessen einbringen“, gab der Abgeordneter der Ministerin mit auf den Weg. Frau von der Leyen sagte zu, auch dies prüfen lassen – diese Fragestellungen wären noch nicht endgültig abgeschlossen.