Alois Karl Bundestagsabgeordneter für Amberg-Sulzbach-Neumarkt


MdB Alois Karl: Direkte Verbindung der Radwegenetze Altmühltal und Schwarzer Laber herbeiführen

Bürgermeister Josef Kellermeier, Josef Gilch, Bundestagsabgeordneter Alois Karl, Direktor Josef Kreitinger, Bürgermeister Eduard Meier und Bürgermeister Josef Bauer erörterten bei einem Ortstermin am Kreisverkehr mit der B8, wie mit einem durchgehenden Radweg entlang der Staatsstraße zwischen Parsberg und Breitenbrunn die Radwegenetze von Altmühltal und Schwarzer Laber verbunden werden können.Seubersdorf. „Wir wollen einen durchgehenden Radweg an der Staatsstraße 2234 zwischen Parsberg und Breitenbrunn herbeiführen und so die Radwegenetze an der Schwarzen Laber und dem Altmühltal direkt verbinden“, legten sich Bundestagsabgeordneter Alois Karl und die anwesenden Bürgermeister bei einem Ortstermin am Kreisverkehr an der B8 fest. Bei diesem Termin, an dem seitens des staatlichen Bauamts Regensburg Direktor Josef Kreitinger und Josef Gilch teilnahmen, erörterten MdB Alois Karl und die Bürgermeister Josef Bauer (Parsberg), Eduard Meier (Seubersdorf) und Josef Kellermeier (Breitenbrunn) die unterschiedlichen Möglichkeiten des Lückenschlusses. Ins Rollen gekommen war die Angelegenheit, als Josef Bauer seinen Wahlkreisabgeordneten Alois Karl bei dessen Radltour im Sommer 2013 auf diese fehlende Verbindung der beiden Radwegenetze angesprochen hatte.

„Wir erleben, dass immer mehr Bewohner aber auch Gäste die gute Erschließung des Landkreises Neumarkt durch Radwege schätzen. Bei meiner Radltour habe ich teilweise sehr gut ausgebaute Radwege kennen gelernt, aber auch manche Defizite erfahren. Dies gilt sowohl hinsichtlich von unfallträchtigen Stellen für Radler und Autofahrer, als auch für fehlende Anreize zum Radeln und damit einer Stärkung des sanften Tourismus. Gerade in der Entwicklung des sanften Tourismus steckt aber ein großes Potential. Deshalb habe ich es ausdrücklich begrüßt, dass im Koalitionsvertrag der Ausbau des Radwegebaus verankert wurde. Dies war zugleich für mich ein Fanal, mich nachdrücklich für einen durchgängigen Radweg entlang der Staatsstraße 2234 zwischen Breitenbrunn und Parsberg einzubringen und damit die Radwegenetze im Altmühltal und im Tal der Schwarzen Laber anzustreben“, erklärte Alois Karl.

„Der Radweg von Parsberg bis zum Kreisverkehr mit der B8 wird gut angenommen und stellt eine deutliche Verbesserung für Parsberg dar“, berichtete Bürgermeister Josef Bauer. Doch ohne eine Fortführung entlang der Staatsstraße nach Breitenbrunn fehle gerade für ambitionierte Freizeitradler eine Verbindung zum Wegenetz des Altmühltales.

Breitenbrunns Bürgermeister Josef Kellermeier berichtete zunächst über zahlreiche Radwege, die die Marktgemeinde in den letzten Jahren geschaffen habe. Dieses seien aber vorrangig nach lokaler touristischer Sicht angelegt worden. Einem solchen durchgehenden Radweg entlang der Staatsstraße komme aber eine überörtliche Erschließungsfunktion zu, weshalb er hier den Freistaat Bayern in der Verantwortung sieht. Zudem sei es auch notwendig, dass hier die Gemeinde Seubersdorf mit in die Planungen einbezogen werde, da ein guter Teil der möglichen Trasse über deren Gemeindegebiet verlaufe. Bürgermeister Eduard Meier griff diesen Punkt auf und betonte, dass aus Sicht seiner Gemeinde keine Einwände bestünden, wenn das Bauamt hier eine entsprechende Durchgängigkeit für Radler herstellen will.

Alois Karl griff diese positive Grundhaltung der drei Gemeinden auf und regte an, dass das Staatliche Bauamt sich für eine Realisierung dieses Radweglückenschlusses einbringt: „Wir als Bund stellen den Ländern zweckgebundene Mittel zur Verfügung, damit sie Radwege an Bundesstraßen neu bauen und bestehende Lücken schließen können. Da auch Horst Seehofer diesen Koalitionsvertrag mit ausgehandelt und unterzeichnet hat, ist es nur konsequent, wenn der Freistaat Bayern seinerseits den Radwegebau entlang der Staatsstraßen weiter voran treibt. Dazu bietet diese durchgängige Verbindung der Radwegenetze Altmühltal und Schwarze Laber entlang der Staatsstraße eine gute Möglichkeit.“

Baudirektor Kreitinger sagte zu, dass das Bauamt diesen Lückenschluss für das Radwegeförderprogramm des Freistaats befürworten werde. Aktuell werden über ein Ingenieurbüro bayernweit verschiedene Radwegeprojekte aufgelistet und eine Priorisierung erarbeitet. Sobald die Oberste Baumaßnahme diesen Radweg mit in das bayerische Radwegeförderprogramm aufnehme, könne das Bauamt mit konkreten Planungen beginnen.

Alternativ könnte aus Sicht Kreitingers auch eine Realisierung aus dem Sonderbaulastprogramm erfolgen. Hierfür stelle der Freistaat den Gemeinden eine Bezuschussung der förderfähigen Baukosten von 75 Prozent und eine Übernahme von Planungskosten in Aussicht. Die Gemeinden müssten nur die Kosten für den Grunderwerb und eventuelle Mehrkosten einer Radwegbreite von über 2,5 Meter alleine tragen.

Zunächst erörterten die Teilnehmer an Hand eines von Bürgermeister Kellermeier vorbereiteten Plans, wie der künftige Verlauf des Radweges an der Staatstraße Parsberg-Breitenbrunn aussehen könnte und wo bereits auf bestehende Straßen/Radwege zurückgegriffen werden kann. Anschließend fuhren die Teilnehmer eine mögliche Trassenführung vom Kreisverkehr nach Breitenbrunn ab und erörterten bei mehreren Zwischenstopps, wo die bautechnisch kritischen Stellen für diesen Radweg sein würden.