Alois Karl Bundestagsabgeordneter für Amberg-Sulzbach-Neumarkt


MdB Alois Karl und Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel informieren sich bei Jura Energie GmbH über Öko-Strom-Potential

In der Firmenzentrale der Jura Energie GmbH zeigte Ludwig Fürst seinen Besuchern Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel und Bundestagsabgeordneten Alois Karl (v.r.) auf, welche Anlagen und Projekte von Neumarkt aus betrieben werden. Beim Unternehmensbesuch wurden zudem konkrete Anregungen erörtert, wie künftig die Entwicklung von Projekten für regenerative Energien aktiv vorangebracht werden kann.

Neumarkt. Auf Vermittlung von Bundestagsabgeordnetem Alois Karl besuchte der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Hans-Joachim Fuchtel, das Neumarkter Unternehmen Jura Energie GmbH. Im Mittelpunkt des Firmenbesuches standen Ansätze, wie sich das mittelständische Unternehmen noch besser im Bereich der Erneuerbaren Energien aufstellen will.

„Gerade unsere mittelständischen Unternehmen sind Motoren von Entwicklung und Vermarktung im Bereich der Erneuerbaren Energien. Zudem zeichnet es Firmen wie Jura Energie aus, dass sie Schritt für Schritt vorgehen. Bei ihnen steht meist nicht der schnelle Euro im Vordergrund. Vielmehr ist ihnen eine nachhaltige Entwicklung wichtig. Deshalb sind uns die Gespräche mit den mittelständischen Firmeninhabern sehr bedeutsam“, erläuterte Bundestagsabgeordneter Alois Karl die Hintergründe des Besuches.

Zunächst schilderte Ludwig Fürst die stetige Entwicklung der Jura Energie GmbH. Seit 1997 entwickelt das Unternehmen Projekte im Bereich der Erneuerbaren Energien. „Wir setzen dabei darauf, dass wir uns möglichst breit aufstellen. So betreiben wir sowohl Projekte gemeinsam mit Stadtwerken und regionalen Energieversorgern, als auch Vorhaben unter Einbeziehung von Bürgergesellschaften. Aktuell leisten wir Pionierarbeit in der Entwicklung gesamtheitlicher Strompakete für Erneuerbare Energien. Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, dass wir die verschiedenen Stromquellen Wind, Wasser und Biogas so bündeln, dass wir stetig verfügbare Strompakete aus regenerativen Energiequellen schnüren und vermarkten können. Das ist unser Beitrag zu einer erfolgreichen Energiewende“, betonte Ludwig Fürst. Zugleich zeigte er seinen Besuchern, wie die Daten zum erzeugten und eingespeisten Strom am Unternehmenssitz in der Milchhofstraße zusammengeführt werden. Darüber hinaus will die Jura Energie GmbH künftig auch auf internationaler Ebene aktiv werden und seine Unternehmensbasis verbreitern.

„Die Stärke Deutschlands ist der Mittelstand. Dies wollen wir als unionsgeführte Bundesregierung künftig noch mehr zum Exportschlager machen. Dabei setzen wir auf eine doppelte Strategie: Zum einen gilt es anderen Ländern zu zeigen, wie sie das große Potential mittelständischer Unternehmen für die positive Entwicklung ihrer Volkswirtschaft nutzen können. Zum anderen wollen wir aber auch unseren heimischen Unternehmen aktiv helfen, weiterhin so erfolgreich zu sein und damit im Ausland beispielgebend wahrgenommen zu werden. Zudem erhalten wir so Wertschöpfung und Arbeitsplätze in Deutschland“, sagte Hans-Joachim Fuchtel, der Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung ist. „Eine saubere und zuverlässige Energieversorgung ist heute unverzichtbar. Gerade deshalb wollen wir das große know how von innovativen Mittelständlern in diesem Sektor nutzen. Wir setzen dabei sowohl auf gezielte Investitionen und Kooperationen im Ausland, als auch auf best-practice-Modelle im Inland, die dann Nachahmer im Ausland finden können.“

Wie wichtig eine nachhaltige politische Unterstützung ist, hat Ludwig Fürst selbst erlebt. Noch in seiner Zeit bei Pfleiderer war er für den Bau des Biomasseblockheizkraftwerks verantwortlich. „Auch dank der Unterstützung des damaligen Oberbürgermeisters Alois Karl konnten wir dieses Projekt in Neumarkt realisieren. Heute wird dort nicht die Prozesswärme für die Spanplattenherstellung gewonnen, sondern zugleich auch Strom als `Abfallprodukt´ erzeugt, der in das öffentlichen Stromwerk eingespeist werden kann. Das sichert viele Arbeitsplätze und Wertschöpfung in Neumarkt“, berichtete Ludwig Fürst seinen Besuchern. Diese Verankerung vor Ort sei wichtig. Nur wenn es gelinge, Bürger, Politik und regionale Wirtschaft von den Vorteilen regenerativer Energien zu überzeugen, werde sich die Branche nachhaltig entwickeln können. Jura Energie bringe sich hier mit Nachdruck ein. Zum Abschluss des Besuches erörterte er mit Staatssekretär Fuchtel und Alois Karl an einem praktischen Vorhaben, wie die Politik auf Bundesebene konkret die richtigen Hilfestellungen für eine globale Energiewende geben kann.