Bundestagsabgeordneter Alois Karl und Fraktionsvorsitzender Dr. Heinz Sperber referierten in Helena zur Bundes- und Stadtpolitik bei einem politischen Frühschoppen der CSU-Ortsverbände Altenhof-Kohlenbrunnermühle, Holzheim, Höhenberg, Stadtsüden und Wolfstein
Gleich zu Anfang des politischen Frühschoppens in Helena stimmte der Höhenberger CSU-Vorsitzende Karl-Heinz Bauer die Zuhörer im Gasthaus Nutz auf einen erkenntnisreichen Sonntagmorgen ein: "Ich bin gespannt auf die aktuellen Infos aus Berlin und Neumarkt. Schließlich tut sich ja derzeit in der Bundes - und auch Stadtpolitik einiges."
CSU-Stadtratsfraktionsvorsitzender Dr. Heinz Sperber ging zu Anfang seiner Ausführungen auf die derzeitigen Entwicklungen am Unteren Tor ein: "Grundsätzlich bin ich der festen Überzeugung, dass das die Zukunft des Untere Tors bei der Firma Max Bögl in besten Händen ist. Ein Unternehmen, das sich mit immerhin 6.000 Mitarbeitern über einen solch langen Zeitraum im krisengeschüttelten Baugewerbe erfolgreich behaupten konnte, bringt das Potential und auch das Knowhow mit, um ein Projekt dieser Größenordnung zuverlässig zu schultern."
Mit Blick auf die Stadtverwaltung mahnte Fraktionsvorsitzender Dr. Heinz Sperber jedoch an, dass man dem Unternehmen Max Bögl aus Sengenthal in keiner Weise Hindernisse in den Weg legen dürfe. Laut Sperber sollte genau das Gegenteil der Fall sein: "Schon jetzt muss dringend in enger Zusammenarbeit mit Max Bögl ein Konzept aller Infrastrukturmaßnahmen des Unteren Tors erstellt werden." In diesem Zusammenhang erinnerte der Fraktionsvorsitzende an die Untätigkeit der Stadtverwaltung in Sachen "Stadthalle": "Wenn der OB nach drei Jahren des Stillschweigens tatsächlich noch an einer Stadthalle festhält, müssen die Konzepte zur Stadthalle natürlich auch in die Planungen am Unteren Tor einfließen. Es wäre aus wirtschaftlicher und auch aus städtebaulicher Hinsicht eine Todsünde, wenn die Planungen zur Stadthalle weitere drei Jahre in der Schublade verstauben - ohne jemals in die Konzepte zum Einkaufszentrum am Unteren Tor eingeflossen zu sein."
Auch Bundestagsabgeordneter Alois Karl hatte einiges anzumahnen - jedoch in Bezug auf die aktuelle Bundestagswahl: "Wir müssen verhindern, dass Deutschland nach der Bundestagswahl am Sonntag, den 27. September, nach links außen marschiert. Die Gefahr ist noch nicht gebannt. Doch die Anzeichen mehren sich, dass in der SPD der Richtungskampf neu entflammt. Sollte eine Koalition aus den Linken, der SPD und den Grünen Wirklichkeit werden, wäre das ein fatales Signal - gerade zu Zeiten einer Wirtschaftskrise."
Doch Alois Karl zeigte sich im Hinblick auf die anstehende Wahl auch optimistisch: "Wir werden buchstäblich bis zur letzten Minute kämpfen und für unsere Ideen für die Zukunft Deutschlands werben. Es wäre falsch, angesichts der Schwäche der SPD jetzt die Hände in den Schoß zu legen. Die Wahl wird am 27. September entschieden. Wir werden offensiv unsere Konzepte vertreten. Deutschland braucht jetzt eine Politik für wirtschaftliches Wachstum und für Arbeitsplätze. Dazu müssen wir unseren erfolgreichen Weg mit finanziellen Entlastungen für die Bürger, Investitionen in Bildung, Forschung und Entwicklung und eine mittelstandsfreundliche Politik gezielt weiterführen."