Trotz Verlusten beide Wahlziele erreicht: Schwarz-gelbe Regierungsmehrheit im Bund, Alois Karl holt erneut das Direktmandat
Amberg-Sulzbach-Neumarkt (28. September 2009) – „Nun haben wir unsere Wunsch-Koalition – allerdings ohne unser Wunsch-Ergebnis.“ So kommentiert Bundestagsabgeordneter Alois Karl (CSU) den Ausgang der gestrigen Bundestagswahl. Er stellt fest: „Wir haben beide Wahlziele erreicht.“ Die Große Koalition wird von einer bürgerlichen Koalition aus CDU/CSU und FDP abgelöst. Und: „Trotz Verlusten habe ich meinen Wahlkreis erneut ganz klar gewonnen.“
„Wir konnten leider nicht vom äußerst schlechten SPD-Ergebnis profitieren. Die Sozialdemokraten haben ja dramatische Verluste erlitten“, so Karl. „Aber wir haben es geschafft, ein linkes Regierungsbündnis zu verhindern.“
Der wiedergewählte Bundestagsabgeordnete bedankte sich „ganz herzlich bei allen Wählern, die mir erneut ihr Vertrauen geschenkt und mir wieder ihre Stimme gegeben haben“. Auch allen Parteimitgliedern gebühre großer Dank für ihren tüchtigen, sehr engagierten Einsatz im zurückliegenden Wahlkampf.
Zwar ging das Erststimmen-Ergebnis um 11,5 Prozent auf 47,4 Prozent im Bundeswahlkreis Amberg-Neumarkt (232) zurück. „Man muss aber auch damit zufrieden sein können“, sagte MdB Karl. Immerhin habe er deutlich mehr als doppelt so viele Stimmen geholt wie der zweitbeste Direktkandidat. Für Alois Karl stimmten 71.149 Bürgerinnen und Bürger, für Christian Beyer (SPD) waren es lediglich 30.587.
Zwar ist Alois Karl mit den Ergebnissen nicht zufrieden. „Doch es war unwahrscheinlich, dieses Traumergebnis von 2005, welches mit 58,8 Prozent deutlich über dem Parteiergebnis lag, wiederholen zu können.“
Man habe sich vom landesweiten Trend nicht abkoppeln können, stellte MdB Karl fest. Die CSU kam bayernweit auf 42,6 Prozent – das ist ein Minus von 6,7 Prozent.
Der wiedergewählte Bundestagsabgeordnete führt mehrere Gründe für diese Stimmverluste an: So seien einerseits die Breitseiten der Parteiführung gegen die FDP bei den Anhängern des bürgerlichen Lagers nicht gut angekommen. „Das habe ich bei Wahlversammlungen und an den Info-Ständen klar herausgehört.“
Andererseits habe er zu seiner Zeit als Neumarkter Oberbürgermeister in der Stadt eine andere, höhere (Medien-)Präsenz und somit einen „OB-Bonus“ gehabt. „Das ist eben in einem Wahlkreis, der größer ist als das gesamte Saarland, trotz weit mehr als 1000 Terminen in vier Jahren und allein 250 Wahlkampf-Veranstaltungen in den zurückliegenden Wochen nicht mehr ganz so möglich.“
Überhaupt lassen sich Erfolge auf lokaler Ebene viel klarer zuordnen als auf Bundesebene – „noch dazu, wenn man wie wir in einer Großen Koalition immer nur mühsam auf den kleinsten gemeinsamen Nenner kommen und damit regieren musste. Da haben sowohl die Union als auch die SPD an Kontur verloren“, bilanziert MdB Alois Karl.
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Quellen: Der Bundeswahlleiter, vorläufiges Endergebnis von 21.45 Uhr