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Theodor Döllinger mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande geehrt

Parsberg / München (03. Februar 2010) – Theodor Döllinger hat gestern Abend aus den Händen des Bayerischen Staatsministers für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Dr. Wolfgang Heubisch, das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen bekommen.

Bundestagsabgeordneter Alois Karl und Parsbergs Bürgermeister Josef Bauer waren bei der Feierstunde in München dabei, denn MdB Karl hatte die Vorschlagsempfehlung von Bürgermeister Bauer für diese Ehrung durch den Bundespräsidenten maßgeblich unterstützt. „Theodor Döllinger hat nicht nur ein Heimatmuseum gegründet. Er hat das Parsberger Burg-Museum von Beginn an zu einem Vorzeige-Museum gemacht, das weit über die Grenzen Bayerns hinaus bekannt ist. Es bietet vor allem Schülergruppen wertvolle Lernquellen und mahnt zugleich die jungen Menschen, die Vergangenheit nicht zu vergessen, sondern die richtigen Lehren daraus zu ziehen“, betonte MdB Karl. Auf sein Betreiben hin hatte auch Staatsminister Bernd Neumann, der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, im Jahr 2008 das Burg-Museum besucht.

Theodor Döllinger war von 1981 bis 2008 als ehrenamtlicher Museumsleiter für die Entwicklung des Burg-Museums Parsberg verantwortlich und investierte nahezu seine gesamte Freizeit in diese Aufgabe. „Von Anfang an war es Ihnen ein Grundanliegen, ein an wissenschaftlichen Kriterien ausgerichtetes Museum aufzubauen“, hob Staatsminister Wolfgang Heubisch in seiner Laudatio hervor. „Sie zeigten hierbei neben großem geistigen Können auch ausgesprochen praktische Fähigkeiten.“

Fachlich begleitet wurde Theodor Döllinger durch die Landesstelle Nichtstaatliche Museen am Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege. Er habe die Gabe besessen, Ideen zu entwickeln und konzeptionell umzusetzen - und ersparte der Stadt Parsberg durch seinen Ideenreichtum und seine Überzeugungskraft große finanzielle Ausgaben.

Döllingers unermüdlicher Sammeltätigkeit verdankt die Kommune große Kulturwerte vor allem aus der Region. „Ihr profundes historisches Wissen als ehemaliger Geschichts¬lehrer haben Sie insbesondere in die zeitgeschichtliche Abteilung des Museums eingebracht“, berichtete Heubisch. Ein besonderes Anliegen sei Theodor Döllinger die Aufbereitung und Darstellung aller für den Nationalsozialismus relevanten Themen. „Sie haben sich damit einen Namen in der Stadt und weit darüber hinaus gemacht.“

Zum Wohle des Museums wirkte sich auch die effektive und ergänzende Zusammenarbeit mit dem Förderverein Burg-Museum aus. So entstand ein pädagogisch und didaktisch sehr anspruchsvolles Museum, das ohne Döllingers unermüdliches und tatkräftiges Engagement nicht in dieser Form und in diesem Ausmaß hätte realisiert werden können. „Durch Ihr ehrenamtliches Engagement im kulturellen Bereich haben Sie sich große Verdienste um das Allgemeinwohl erworben“, lobte Staatsminister Heubisch bei der Ordensverleihung.