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Berlin-Ticker MdB Alois Karl, Nr. 81 vom 19.02.2010

Das Thema Organspende betrifft jeden!

Bundesgesundheitsminister Dr. Philipp Rösler hat vergangene Woche den Startschuss für eine breit angelegte Informationskampagne des Vereins „Sportler für Organspende“ (VSO) mit Unterstützung der Bundesliga-Stiftung und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) gegeben.


Am zurückliegenden Spieltag wurde in Zusammen-arbeit mit den Klubs der 1. und der 2. Bundesliga bundesweit über die lebensrettende Idee der Organ-spende informiert. Im Mittelpunkt der Aktion, die ich großartig finde, steht der Aufruf an die Fußballfans, sich mit dem Thema Organspende auseinander-zusetzen. Der Organspendeausweis wurde dem Bundesliga-Magazin beigelegt sowie den Internet-seiten der Vereine als Download zur Verfügung. Bundesgesundheitsminister Rösler unterstützt das Engagement der Bundesliga: „Organspende bedeutet Einsatz für die Gemeinschaft.“ Bei vielen Menschen sei die Frage der Organspende noch mit großen Ängsten verbunden. Zwei Drittel der Bürger sprechen sich zwar grundsätzlich für Organspende aus, aber tatsächlich hat nur weniger als jeder Fünfte einen Organspendeausweis ausgefüllt.


Mehr als 12.000 schwer kranke Menschen warten in Deutschland auf ein Spenderorgan. Und obwohl Ärzte täglich durch Transplantationen viele Leben retten, kann nicht allen Patienten geholfen werden. Es fehlt an Spender-organen, so dass rund 1.000 Menschen jährlich an dem Mangel sterben. Dabei stehen mehr als zwei Drittel der Deutschen der Organspende positiv gegenüber. Doch nur rund 17 Prozent besitzen auch einen Organspende-ausweis. Was viele nicht wissen: Das Ausfüllen des Ausweises ist eine persönliche Entscheidung. Die Daten werden nirgendwo gespeichert. Bitte bedenken Sie: Das Thema Organspende betrifft jeden! Denn die Wahrscheinlichkeit, selbst einmal ein Organ zu benötigen, ist dreimal höher, als ein Organ zu spenden. Deshalb auch mein Appell: Holen Sie sich einen Spenderausweis – er kann wirklich Leben retten!

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.organspende-info.de und www.vso.de.

 

 

Solarstrom lohnt sich trotz moderater Absenkung der Förderung auch weiterhin

Inzwischen stammen etwa 1 % des in Deutschland erzeugten Stroms aus der Photovoltaik. Allerdings müssen und wollen wir bei der Höhe der staatlich festgelegten Einspeisevergütungen nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) darauf achten, dass die Verbraucher keine überhöhten Preise bezahlen. Erwartungen von zwei-stelligen Renditen können meiner Meinung nach nicht die Basis für eine zeitlich unbegrenzte staatliche Festle-gung der garantierten Einspeisevergütungen sein. Angesichts der Belastungen der Stromkunden von ca. 35 Milli-arden Euro alleine für die im Jahr 2008 installierten PV-Anlagen wird deutlich, dass es sich bei der PV-Förderung um enorme Summen handelt. Die staatlichen Subventionen sind wiederum von den Stromkunden (den privaten, wie den gewerblichen) zu tragen.

Bundesumweltminister Röttgen hat mit seinem Vorschlag (minus 16 % bei Dachflächen bzw. 15 % bei Freiflächen) eine gute Grundlage für vertretbare Senkungen geschaffen. Damit können wir Überförderungen tatsächlich beseitigen. Erfreulicherweise sind die Kosten für PV-Anlagen in den zurückliegenden beiden Jahren massiv gesunken. Somit wird es auch bei einer weiter sinkenden Einspeisever-gütung wirtschaftlich sein, neue PV-Anlagen zu installieren. Das hat die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen gerade erst bestätigt.

Eine ausreichende Frist bis zum In-Kraft-Treten der Degression muss jedoch gewahrt sein: Die Änderungen für Dachanlagen sollen zum 1. Juni 2010 und für Freiflächenanlagen mit vorliegender Baugenehmigung zum 1. Juli 2010 in Kraft treten. Alle Details hierzu habe ich in einem Informationsschreiben zusammengestellt, dass ich Ihnen bei Interesse gerne zusende.

Lassen Sie mich aber klarstellen: Es geht ausschließlich um eine moderate Senkung der Fördersätze. Von einem Kahlschlag kann keine Rede sein!

Mit freundlichen Grüßen aus Berlin

Ihr

Alois K a r l
Bundestagsabgeordneter