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Berlin-Ticker MdB Alois Karl, Nr. 94 vom 14.05.2010

 

MdB Wolfgang Zöller betont: „Der Patient muss im Mittelpunkt stehen!“

Der „Berlin-Ticker“ könnte diese Woche auch „Neumarkt-Ticker“ heißen. Schließlich haben im Landkreis Neumarkt am Montag gleich mehrere Termine mit Bezug zur Bundespolitik stattgefunden. Zum einen hat mein Kollege MdB Wolfgang Zöller in seiner neuen Funktion als Patientenbeauftragter der Bundesregierung auf meine Einladung hin der Stadt Neumarkt einen ausführlichen Besuch abgestattet. Er ist seit vielen Jahren einer der bekanntesten Gesundheitspolitiker Deutschlands und hat bereits in der Vergangenheit bei uns in Neumarkt bestens über viele aktuelle Themen informiert.

Dieses Mal standen bei zwei Fachgesprächen Aspekte des künftigen Gesundheitswesens in der Region im Mittelpunkt. Um die Zukunft der ambulanten medizinischen Versorgung im ländlichen Raum ging es in einer Diskussionsrunde im Vortragsraum des Ärztehauses. Um die Zukunft der stationären Versorgung drehte es sich dann im Studienzentrum für Gesundheitsökonomie der Georg-Simon-Ohm-Hochschule am Klinikum Neumarkt. Mehr als 150 interessierte Zuhörer, darunter viele junge Leute von der Hochschule und von der Krankenpflegeschule, waren gekommen. Wolfgang Zöller erläuterte seine Ziele als Patientenbeauftragter der Bundesregierung. Er möchte das Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Patient wieder stärken. Er betonte: „Der Patient muss bei allen Vorhaben und Überlegungen stets im Mittelpunkt stehen!“

Er plädiert für eine engere Zusammenarbeit zwischen Krankenhäusern und niedergelassenen Ärzten – und für einen ehrlicheren Umgang miteinander. Zöller mahnte an, den Ärztebedarf für den ländlichen und städtischen Raum unterschiedlich zu berechnen. In den ländlichen Regionen werde es künftig mehr Praxen geben, die nur an manchen Tagen in der Woche geöffnet haben. Ein wichtiges Ziel unserer Gesundheitspolitik ist der deutliche Abbau von Bürokratie. Auch diesbezüglich nehmen wir aus den Gesprächen viele wertvolle Anregungen mit nach Berlin.



Kriechspur bei Pfeffertshofen kommt: Der lang ersehnte Ausbau der B 299 beginnt nächste Woche


Bereits vor dem Besuch von MdB Zöller war ich in Pfeffertshofen. Dort beginnt am kommenden Montag, 17. Mai, der lang ersehnte Ausbau der Bundesstraße 299. Wie Sie wissen, habe ich mich seit langem mit Nachdruck für die Erweiterung dieser wichtigsten Nord-Süd-Verbindung durch unseren Wahlkreis eingesetzt.

Zehn Jahre lang haben sich der Landkreis, die Gemeinden Pilsach und Lauterhofen, das Staatliche Bauamt Regensburg wie auch ich intensiv um einen verkehrsgerechten Ausbau der Bundesstraße nördlich von Neumarkt bemüht. Umso mehr freut es mich, dass die Pläne nun realisiert werden. Hierzu wird die B 299 zwischen Pilsach und Laaber voraussichtlich bis Ende November gesperrt. Mit der Baumaßnahme werden Verkehrssicherheit und Verkehrsqualität erheblich verbessert: Die gefährliche „S-Kurve“ auf Höhe Pfeffertshofen wird entschärft. Der 4,3 Kilometer lange und vom Bund finanzierte, 4,4 Millionen Euro teure erste Abschnitt umfasst den Ausbau des Pfeffertshofener Berges mit einer rund einen Kilometer langen Kriechspur vom Ortsausgang Pilsach in Richtung Amberg bis zum Steinbruch Bärnreuther.

Für den zweiten Bauabschnitt bis zu Stieglitzenhöhe soll noch heuer das Planfeststellungsverfahren durchgeführt werden, hat mir Baudirektor Josef Kreitinger vom Staatlichen Bauamt mitgeteilt. Dies gilt auch für den Verlauf der B 299 südlich von Neumarkt mit der Umgehung von Mühlhausen. Der Ausbau der B 299 ist mir auch ein persönliches Anliegen. Denn als zuständiger Wahlkreisabgeordneter für Amberg-Sulzbach-Neumarkt fahre ich die Strecke beinahe täglich und kenne ihre Schwach- und Gefahrenstellen. Deshalb freue ich mich sehr, dass für den Ausbau und die Verbesserung der Infrastruktur in unserer Heimat so viel getan wird.

Mit den besten freundlichen Grüßen verbleibe ich

Ihr

Alois K a r l
Bundestagsabgeordneter