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MdB Alois Karl begrüßt Jugendgruppe des „Europäischen Jugendprojekts Oberpfalz“ im Deutschen Bundestag

Berlin / Amberg / Freihung (02. Juni 2010) – „Geschichte zum Anfassen, Geschichte erleben, aus der Geschichte lernen“ – dieses Motto hatte die deutsch-polnische Projektwoche des „Europäischen Jugendprojekts Oberpfalz e.V.“. Sie stand unter der Schirmherrschaft des Präsidenten des Volksbunds Deutscher Kriegsgräberfürsorge, Reinhard Führer.


Die Fahrt führte die Gruppe bestehend aus Jugendlichen der Region sowie sechs jungen Erwachsenen aus Polen zehn Tage lang zuerst quer durch Deutschland: Von Freihung ging es in den ehemaligen deutsch-deutschen Grenzort Mödlareuth, nach Leipzig und Berlin, zur Kriegsgräber- und Gedenkstätte Golm auf Usedom und schließlich ins polnische Stettin.


In der deutschen Hauptstadt stand zunächst eine Führung durch das neu eröffnete Dokumentationszentrum „Topographie des Terrors“ auf dem Programm. Dort befanden sich während des „Dritten Reichs” die Zentralen der Geheimen Staatspolizei, der SS und des Reichssicherheitshauptamts. Auch eine Führung im Dokuzentrum der Holocaust-Gedenkstätte sowie ein Besuch in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand im Bendlerblock erinnerten an die dunklen Kapitel der deutsch-polnischen Geschichte.


Bundestagsabgeordneter Alois Karl (CSU) begrüßte die Gruppe um Projektleiter Hartmut Schendzielorz und Begleiterin Marta Hebda im Berliner Paul-Löbe-Haus. Der Wahlkreisabgeordnete für Amberg-Sulzbach-Neumarkt rief den Jugendlichen in Erinnerung, dass am 3. Oktober diesen Jahres das 20. Jubiläum der Wiedervereinigung gefeiert wird. Diese sei zum Teil auch das Ergebnis der revolutionären Ereignisse in Polen durch die Gewerkschaft „Solidarność“ und durch den Einfluss des damaligen Papstes Johannes Paul II., einem Polen.


Der Fall des Eisernen Vorhangs sei Auslöser für ein friedlich zusammenwachsendes Europa gewesen. „Ein Leben in Freiheit, mit Reisefreiheit und persönlichem Wohlstand waren vor den Ereignissen im Herbst 1989 bei weitem nicht für alle selbstverständlich“, betonte MdB Karl. „Heute leben wir in einer sehr glücklichen Zeit, in einer friedlichen Gegenwart, von der unsere Väter, Großväter und alle Generationen davor immer geträumt haben.“


MdB Alois Karl warnte die Jugendlichen aber davor, die gegenwärtige Situation als Selbstläufer zu betrachten. „Sie ist vielmehr Verpflichtung für uns alle, jeden Tag daran zu arbeiten.“ Der Bundestagabgeordnete lobte in diesem Zusammenhang auch ausdrücklich die Projektwochen des „Europäischen Jugendprojekts Oberpfalz“, die „einen wichtigen Beitrag zur internationalen Verständigung leisten“. MdB Karl rief die jungen Erwachsenen abschließend dazu auf, stets gute Botschafter für die deutsch-polnische Völkerfreundschaft zu sein.


Unser Foto:
MdB Alois Karl führte die Teilnehmer der deutsch-polnischen Projektwoche nach einem Gespräch zur berühmten Besucherkuppel auf dem Dach des Reichstages.