InterCity-Halt in Neumarkt ist auch künftig möglich: Die Stadt gewinnt durch S-Bahn noch mehr an Attraktivität
Neumarkt (22. Juni 2010) – Auf Einladung von MdB Alois Karl besuchte der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesverkehrsminister, Dr. Andreas Scheuer, MdB, den Neumarkter Bahnhof. Mit dabei waren auch Landrat Albert Löhner, die CSU-Fraktionsvorsitzender Josef Köstler (Kreistag), Werner Thumann (Stadtrat), OB Thomas Thumann, Michael Gottschalk als Abteilungsleiter Landratsamt Neumarkt, Stadtbaumeister Rudolf Müller-Tribbensee, Bayerns Bahnchef Klaus-Dieter Josel und JU-Kreisvorsitzender Maximilian Federhofer.
In seiner Begrüßung betonte Bundestagsabgeordneter Alois Karl, dass mit der künftigen S-Bahn nach Nürnberg und der Sanierung des Bahnhofs für 25 Millionen Euro Neumarkt eine deutlich Aufwertung erfährt. „Die S-Bahn ist ein Quantensprung für unsere Stadt. Wir stärken damit langfristig die Anbindung nach Nürnberg und damit auch den Wirtschafts-, Schul- und Freizeitstandort Neumarkt“, machte Alois Karl deutlich. Deshalb habe er gerne bei Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer und der Deutschen Bahn AG dafür geworben, dass beim Umbau der Bahnsteige darauf geachtet werde, dass auch künftig IC-Halte möglich sind.
Staatssekretär Dr. Andreas Scheuer griff dies auf und zitierte vorab aus einem Schreiben des Verkehrsministers an Alois Karl, mit dem bestätigt wird, dass auch künftig die baulichen Voraussetzungen für IC-Halte in Neumarkt gegeben sein werden. Während die Gleise 2 und 4 für den S-Bahnverkehr konzipiert werden, wird das Gleis 5 so ertüchtigt, dass dort auch die Fernzüge von Nürnberg in Richtung Regensburg halten können. Mit einer Bahnsteiglänge von 220 Metern und einer Bahnsteighöhe von 76 cm sei der Halt kürzerer Fernverkehrszüge auch weiterhin möglich. Damit könnten auch künftig die ICs auf Nürnberg bzw. Regensburg in Neumarkt halten. Weiterhin kündigt Dr. Scheuer an, dass auch für den nächsten Fahrplan am Sonntagabend ein IC aus Nürnberg in Neumarkt und am Montagvormittag aus Richtung Regensburg halten werde. Zusätzliche Halte seien baulich kein Problem. Wichtig sei aber, dass die Bürger die IC-Angebote auch entsprechend nutzten. Nur durch eine solche Nutzung sei mittelfristig eine Ausweitung des IC-Angebots möglich.
Der Vorsitzende der CSU-Stadtratsfraktion, Werner Thumann, bat die Deutsche Bahn darum, zunächst einige interessante Taktungen anzubieten. Er sei davon überzeugt, dass dann auch eine ausreichend hohe Akzeptanz bei den Fahrgästen erreicht werden könne. Zugleich regte er an, dass die DB AG die Unterlagen, mit denen die absehbaren Fahrgastzahlen ermittelt werden, an die verantwortlichen Vertreter der Stadt und MdB Karl zugesandt werden.
Wenig Aussicht auf Erfolg wurde dem Wunsch der Stadt nach einem ICE-Halt in Neumarkt eingeräumt. Dagegen spreche nicht nur die Länge von ICE-Zügen, sondern sei auch ein erhebliches Fahrgastaufkommen notwendig, das aktuell nicht erkennbar sei, machte Klaus-Dieter Josel klar. Hier sieht Staatssekretär Scheuer durchaus noch Potential. Wenn die Bürger die IC-Angebote entsprechend intensiv nutzten, sei sicher ein Ausbau im Fernverkehr realisierbar, zeigte er sich überzeugt.
Sichtlich überrascht war Bahnchef Josel von den Wünschen der Stadt bzgl. eines Grundstücksgeschäftes für einen städtischen Lärmschutz an der Bahnstrecke, die Stadtbaumeister Rudolf Müller-Tribbensee vortrug. Da Josel vorab keinerlei entsprechende Unterlagen vorlagen, regte MdB Alois Karl an, diese Problematik bei einem weiteren Termin zu besprechen. Schließlich sei es gute Praxis, derartige Unterlagen den jeweiligen Partnern zugänglich zu machen um dann auf dieser Basis gemeinsam und zügig zu einer Lösung im Interesse der betroffenen Bürger zu kommen. Klaus-Dieter Josel sagte daraufhin zu, dass diese Frage bei einem gesonderten Termin erörtert werden wird.
Unser Foto: MdB Alois Karl (4.v.l.) erläuterte Parl. Staatssekretär Andreas Scheuer (l.) am neumarkter Bahnhof die Anliegen. Weiter auf den Bild zu sehen (Rudolf Müller-Tribbensee, Thomas Thumann, Albert Löhner, Klaus-Dieter Josel, Michael Gottschalk, Werner Thumann und Maximilian Federhofer (v.l.).