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Alois Karl: „Mittelschule wird nicht mit Streichungen starten“

MdB Alois Karl zu Besuch in der Schülerzeitungsredaktion von V.I.N.


Dass V.I.N., die Schülerzeitung der Hauptschule Auerbach, auch in diesem Schuljahr mehrfach preisgekrönt wurde, blieb auch an „höherer Stelle“ und in den Kreisen der Politik nicht unbemerkt. Nach den Auszeichnungen als „Beste Hauptschulzeitung in Bayern“ (Süddeutsche Zeitung) und „Beste Hauptschulzeitung im deutschsprachigen Raum (DER SPIEGEL, Hamburg) hatte sich Alois Karl, CSU-Bundestagsabgeordneter für den Wahlkreis Neumarkt-Amberg, persönlich zur Gratulation in der Redaktion angemeldet.

In dem gut halbstündigen Gespräch mit den jungen Journalistinnen und Journalisten berichtete der ehemalige Neumarkter Oberbürgermeister von seiner Arbeit in Berlin und in seinem Wahlkreis, der flächenmäßig einer der größten ist. Auch wenn ihn Kritik nicht immer kalt lasse, habe er nach wie vor viel Freude an seiner Aufgabe.

Weil er „leider nicht mehr so viel mit jungen Leuten zusammen“ komme, freue er sich besonders über Besuche in Schulen. Der Politiker wollte dann auch einiges über „V.I.N.“ erfahren, über die Aufgabenverteilung in der Redaktion etwa und die Erfahrungen, die bei den Erfolgen der letzten Jahre gemacht wurden.

Ihrerseits wollten die jungen Zeitungsmacher aber auch einiges von ihrem Abgeordneten wissen. Über den tragischen Unfall bei der Duisburger Love Parade wurde ebenso gesprochen wie über die schulische Situation in Auerbach, die Alois Karl sehr positiv beurteilte. Ein weiteres Thema war die Frage nach Ausbildungsplätzen und damit nach der Zukunft der Schulabgänger, und da überraschte Karl mit einer sehr positiven Zahl. Von 130 jungen Burschen und Mädchen aus 6 Schulklassen, die er vor einigen Wochen nach Berlin eingeladen hatte, hätten alle eine Lehrstelle gehabt und „kein einziger ist auf der Straße gestanden“. Für die Schüler, die jetzt die 9. „Regelklasse“ der Hauptschule verlassen, gilt dies leider nicht.

Wichtigster Punkt in dem Gespräch war freilich die Verwandlung der bayerischen Hauptschulen in Mittelschulen. Bei einer vollständigen Realisierung aller Angebote sei das schon eine erheblich Aufwertung, befand Alois Karl und sah auch Wege zu Abitur und Studium ohne den Besuch des Gymnasiums weit offen. Die Befürchtung der stellvertretenden Chefredakteurin Katharina Müller, dass jetzt eventuell Stunden gestrichen und die Schüler an andere Schulen fahren müssten, teilte er nicht. Natürlich würden einzelne Schwerpunkte nicht an jeder Schule der künftigen Schulverbünde angeboten werden, aber über Stundenkürzungen sei sicher das letzte Wort noch nicht gesprochen: „Gerade jetzt am Start der Mittelschule wird man nicht gleich mit Streichungen anfangen“.

Der Gedanke, dass solchen „Einsparungen“ gerade Projekte wie eine Schülerzeitung zum Opfer fallen könnten, scheint auch für den routinierten Politiker erschreckend: Auf keinen Fall, eine Schülerzeitung gehört doch dazu, meint er.

Genau das finden wir auch.

Bild: MdB Alois Karl im Gespräch mit dem V.I.N.-Redaktionsteams.


Text, Bild und Copyright: V.I.N.