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Müllkraftwerk mit ökologischer Vorbildwirkung

Schwandorf / Amberg / Neumarkt (08. April 2011) – Bundestagsabgeordneter Alois Karl und seine ostbayerischen CSU-Kollegen haben das Müllkraftwerk Schwandorf besichtigt. Im Mittelpunkt eines Fachgesprächs dort stand die aktuelle Situation und Entwicklungsperspektiven im Bereich der Abfallentsorgung.

An der Fachrunde nahmen neben den CSU-Bundestagsabgeordneten Peter Aumer, Ernst Hinsken, Albert Rupprecht, Karl Holmeier, Bartholomäus Kalb und Alois Karl auch der stellvertretende Vorsitzende des Zweckverbandes Müllerverwertung Schwandorf (ZMS), Kulmbachs Landrat Klaus Peter Söllner sowie Geschäftsleiter Thomas Knoll und der Werkleiter der Kreiswerke Cham teil.

Die Abgeordneten zeigten sich beeindruckt von der positiven Entwicklung des Zweckverbandes und des Müllkraftwerkes. So umfasst der 1979 gegründete Verband mit sieben kreisfreien Städten und zehn Landkreisen mittlerweile 17 Mitglieder. „In unserem Entsorgungsgebiet zwischen Hof und Landshut, das etwa ein Fünftel der Fläche Bayerns umfasst, werden fast zwei Millionen Einwohner von Haus-, Sperr- und Gewerbemüll entsorgt“, berichtete Geschäftsleiter Thomas Knoll.

Der auf dem Schienenweg mit einem Ferntransportsystem und Müllumladestationen umweltfreundlich angelieferte Müll liefert im Zug der Verbrennung sowohl Prozessdampf, Fernwärme als auch Strom, berichtete die Geschäftsführung. So können jedes Jahr 200 Millionen Kilowattstunden an Strom produziert werden, von denen 160 Millionen eingespeist werden können. Deutschland- und sogar europaweit setze das Kraftwerk Maßstäbe, so Knoll: „In allen EU-Mitgliedsstaaten ist das Müllkraftwerk unter den besten 15 anzusiedeln!“. Sowohl als Energielieferant für die Firma „Nabaltec“ als auch als Fernwärmelieferant sei das Kraftwerk Garant für den Erhalt von Hunderten von Arbeitsplätzen in der Region.

„Der Zweckverband Müllverwertung Schwandorf hat bayern- und deutschlandweit Maßstäbe gesetzt und ist aufgrund seiner hohen Effizienz und Sauberkeit in ökologischer Hinsicht vorbildlich“, lobte MdB Alois Karl.

Das neue Kreislaufwirtschaftsgesetz war ein weiterer Schwerpunkt des Fachgesprächs. Die ostbayerischen CSU-Bundestagsabgeordneten waren sich einig, dass bundesgesetzliche Änderungen zwar Ziele vorgeben und beispielsweise Verwertungsquoten vorschreiben, die konkrete Ausgestaltung des Müllverwertungssystems jedoch den jeweiligen entsorgungspflichtigen Kommunen überlassen sollten. „Erfolgreiche Lösungen und Systeme müssen auch in Zukunft erhalten bleiben“, betonte MdB Karl. Änderungen im Zuge des Kreislaufwirtschaftsgesetzes wie die geplante Einführung von so genannten „Wertstofftonnen“ dürften nur im Einklang mit den kommunalen Spitzenverbänden auf den Weg gebracht werden.



Bildunterschrift:
Das Foto zeigt Geschäftsführer Thomas Knoll (1.vo.li.), MdB Peter Aumer (4.vo.li.), MdB Ernst Hinsken (5.vo.li.), MdB Alois Karl (6.vo.li.), Landrat Klaus Peter Söllner (7.vo.li.), MdB Bartholomäus Kalb (8.vo.li.), MdB Karl Holmeier (3.vo.re.), MdB Albert Rupprecht (2.vo.re.) und Werkleiter Franz Zollner (re.).